DGS fordert Bagatellgrenze für Stecker-Solar-Geräte

DGS fordert Bagatellgrenze für Stecker-Solar-Geräte

Seit unserem letzten Beitrag hier im Blog ist die Diskussion um die Neuregelung der Stecker-Solar-Geräte mächtig in Schwung gekommen. Mitauslöser war ein Entwurf des Normgremiums VDE/DKE vom 26. August, der viele Solarfreunde in der Branche aufschrecken ließ. Gemäß des Entwurfs könnten Stecker-Solaranlagen nur an einem separat abgesicherten Stromkreis unter Ausschluss eventueller Verbraucher betrieben werden. Der Anschluss müsse zudem über ein spezielles Steckersystem erfolgen, was wiederum den Austausch von Steckdosen erfordert. Keine praktikable und vor allem keine kundenfreundliche Lösung meinen nicht nur wir, sondern auch einige Mitstreiter, die sich inzwischen unter dem Dach der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie im Landesverband Berlin Brandenburg e.V. in der Arbeitsgruppe „Stecker PV“ organisieren.

Stecker-Solar-Geräte sollen verbraucherfreundlich und praxisgerecht geregelt werden!

Gemeinsam mit dem DGS rufen wir daher dazu auf, Einspruch gegen die geplante Norm einzulegen. Noch bis Jahresende (31. Dezember 2016) sind Einsprüche und Stellungnahmen direkt beim VDE möglich. Auf dem Informationsportal pvplug.de veröffentlicht die DGS in einem Positionspapier ihre Forderungen für die anstehende Novellierung der Normen:

  1. eine Bagatellgrenze für den Anschluss von Stecker-Solar-Geräten
  2. Keine Meldepflicht für Anlagen bis 800 Watt gemäß EU Netzkodex 2016/631
  3. Eine rationale Risikowahrnehmung wie in der Schweiz, den Niederlanden und Österreich, um auch hierzulande die Möglichkeit zu bieten, sichere Stecker-Solar-Geräte ohne zusätzlichen Aufwand in Betrieb nehmen zu können
  4. Ein klares Bekenntnis der Netzbetreiber und der Politik zur dezentralen Stromerzeugung und zum Abbau bestehender normativer Hürden für Bürger, die regenerative Stromerzeugungseinrichtungen betreiben (Prosumer)

Jede Forderung wird im Positionspapier ausführlich dargelegt und begründet. Nun liegt es auch an uns, diese Forderungen zu verbreiten und dem Anliegen Gehör im Normengremium zu verschaffen. Wir rufen daher alle Leser auf, Einspruch gegen den Normentwurf einzulegen und Einfluss im Normprozess zu üben. In den nächsten Tagen soll auch eine Einspruchsvorlage veröffentlicht werden, die man direkt an den VDE senden kann. Weitere Möglichkeiten zur Unterstützung bestehen z.B. darin die Petition zu unterschreiben oder zu Spenden.

Bringen Sie die Energiewende auch in die Städte!

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