Neues KfW-Förderprogramm für Solarstromspeicher

Neues KfW-Förderprogramm für Solarstromspeicher

Speichertechnologien sind zugleich Hoffnungsträger und Treiber für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. In Kombination mit Photovoltaik-Anlagen kann der Einsatz dezentraler Solarstromspeicher zudem äußerst netzdienlich sein: sie kappen Erzeugungsspitzen, erhöhen den lokal selbstverbrauchten Solarstrom und entlasten dadurch das öffentliche Verteilnetz. Daher war es schon ungewöhnlich, dass das Bundeswirtschaftsministerium das erfolgreiche Förderprogramm für Photovoltaik-Batteriespeicher zum Jahresende 2015 auslaufen lassen wollte. Nach zwei Monaten Ungewissheit über die Fortsetzung des im Mai 2013 eingeführten Förderprogramms hat das BMWi die Förderung nun bis Ende 2018 verlängert. Seit Anfang des Monats werden Solarstromspeicher wieder über die staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert.

Im neuen Programm liegt der Fokus auf die systemdienliche Netzintegration der PV-Batteriespeicher. So werden nur noch Speicher von PV-Anlagen gefördert, die maximal 50% der Spitzenleistung einspeisen. Der Rest müsse in der Batterie zwischengespeichert werden, um die Netze zu entlasten. Die notwendige Zeitwertersatzgarantie wurde von sieben auf zehn Jahre erhöht. Eine Offenlegung relevanter Kommunikationsschnittstellen und eine Registrierung am Speicher-Monitoring wurde im Programm beibehalten. Der Fördertopf umfasst nun 30 Millionen Euro bis 2018 und somit deutlich weniger als das erste Förderpaket mit 50 Millionen Euro. Etwa 10.000 Speicheranlagen wurden seit Einführung des Programms bereits gefördert.

Die KfW-Bank bietet für neue Photovoltaikanlagen mit stationärem Speicher zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse von bis zu 25%. Auch eine Nachrüstung bestehender PV-Anlagen mit einem Batteriespeicher wird gefördert. Allerdings muss die Anlage nach dem ersten Januar 2013 in Betrieb genommen worden sein. Gedeckelt sind die förderfähigen Kosten bei 2.000 EUR pro installierter kWp Anlagenleistung. Der Tilgungszuschuss beträgt bis Juni 2016 demnach maximal nur 500 EUR pro kWp. Danach sinkt der Zuschuss halbjährlich um drei Prozentpunkte bis auf 10% im zweiten Halbjahr 2018.

Solarstromspeicher erhöhen den Eigenverbrauch

Solarstromspeicher erhöhen den Anteil des selbst verbrauchten Sonnenstroms aus der eigenen Photovoltaik-Anlage deutlich. Je nach Speicherkapazität können bei 2-3 kWp Anlagen bis zu 70% Eigenverbrauchsanteil erzielt werden. Die Systempreise für Lithium-Ionen-basierte Speicher sind seit Einführung des Programms jährlich um etwa ein Fünftel gesunken. Unternehmen der Automobilbranche, wie z.B. Tesla oder BMW, engagieren sich seit einigen Jahren ebenfalls sehr stark im Speichermarkt, was für eine weitere Preisreduktion in den nächsten Jahren spricht. Umso mehr können sich PV-Anlagenbetreiber nun freuen: egal ob eine Nachrüstung der bestehenden Anlage oder eine Neuanschaffung einer PV-Speicheranlage, die staatliche Förderung verbessert die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems noch einmal erheblich.

Weitere Informationen zum Förderpaket und entsprechende Merkblätter und Antragsformulare finden Sie auf den Seiten der KfW.

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